Seit dem 13. Juli ist es verboten, aus kleineren Oberflächengewässer Wasser abzupumpen. Wir beziehen das Wasser zur Bewässerung unserer Kulturen aus den Bächen Lauche und Murg. Diese Quellen sind nun „versiegt“. Die Situation ist schwierig, damit die Kulturen überleben müssen diese mit Trinkwasser bewässert werden. Die Folgen sind gravierend, denn die Bewässerung mit Trinkwasser ist drei- bis sechsmal teurer. Ausserdem kann lediglich ein Drittel der Menge, welche wir benötigen, bezogen werden, da die Gemeinden auch nicht genügend Trinkwasser liefern können.

Nicht nur Gemüsebetriebe sind vom Wassermangel betroffen, auch andere Kulturen leiden unter der Trockenheit. Der entstandene Schaden kann erst nach der Ernte gerechnet werden.

Auf die Pflanzung von neuen Kulturen zu verzichten, ist für uns keine Option. Die Setzlinge sind bereits seit anfangs Jahr bestellt sowie wollen wir die Verträge mit den Hauptabnehmern einhalten und unsere Angestellten weiter beschäftigen können. Wir bemühen uns, für die Herbstpachten auf Gemeinden auszuweichen, wo mehr Trinkwasser zur Verfügung steht. Dies ist allerdings mit höheren Transport- und Produktionskosten verbunden.

Wie alle hoffen auch wir auf baldige, anhaltende Niederschläge.